Bozen und Sterzing: Zwei pittoreske Alternativen zum Tegernseer Tal

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Was macht man im Tegernseer Tal, wenn der Wettergott es wieder einmal nicht so gut mit einem meint? Antwort: Man hört auf den Barkeeper seines Vertrauens (siehe Beitrag über Stefan’s Wohnzimmer), setzt sich früh morgens ins Auto und ist in knapp 2 1/2 Stunden übern Brenner in Bella Italia. Dort warten die alpinen Perlen Bozen und Sterzing darauf, entdeckt zu werden. Diese beiden Städte verbinden alpine Landschaft mit reicher Kultur und Geschichte und bieten vielzählige Aktivitäten für jeden Geschmack.

In Bozen angekommen, fühlt man sich gedanklich in einer Zwischenwelt. Nicht mehr richtig Deutschland, aber auch nicht richtig Italien. Man spricht Deutsch und Italienisch, aber das Flair und das Gefühl von Dolce Vita sind dann doch schon mehr Italien als Deutschland. Außerdem zeigt das Autothermometer 34 statt 16 Grad an.

Hier nun ein kleiner Überblick:

Bozen: Das Tor zu den Dolomiten

Mit knapp 100.000 Einwohnern ist Bozen die Hauptstadt Südtirols und liegt malerisch im Herzen der Dolomiten. Bekannt ist es für seine atemberaubende Naturkulisse, das milde Klima und die kulturelle Vielfalt.

Gasse in der Alstadt von Bozen
Die Altstadt in Bozen

Bank aus alten Skateboards
Alte Skateboards sind immer noch gut genug zum Sitzen
Fassade vom Torgglhaus in Bozen
Das Torgglhaus, erbaut im 18. Jahrhundert, besticht durch seine auffälligen Fenstergäste

Alte Häuserfassade in Bozen
Alte Fassade am Eingang zur Altstadt

Bozen ist reich an Geschichte und bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Die gotische Architektur des Doms, die mittelalterlichen Gassen und Plätze sowie das Archäologiemuseum, in dem der Mann aus dem Eis (Ötzi) ausgestellt ist, sind nur einige Highlights.

Umgeben von beeindruckenden Berglandschaften ist Bozen ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren in den Dolomiten.


Der Kalterer See, einer der wärmsten in den Alpen, liegt ebenfalls in der Nähe und lädt zum Baden ein. Für Radfahrer empfehlen sich die malerischen Weinberge entlang der Südtiroler Weinstraße. Wir hatten leider nicht die Zeit für ausgiebige Wandertouren, sondern haben uns nur durch die Gassen der Altstadt treiben lassen. Hier bekommt man bei einem Glas Weißwein oder einem Gelato direkt italienische Urlaubsgefühle.

Zwei Gläser Weißwein auf einem kleinen Holztisch
Bei einem gekühlten Weißwein lassen sich die sommerlichen Temperaturen gut aushalten

Die Marktstände der Altstadt vermitteln mit ihrer großen Auswahl an Obst und Gemüse zusätzlich mediterranes Flair.

Weiter geht es nach Sterzing, die nördlichste Stadt Italiens:

Rund 40 Fahrminuten zurück Richtung Brenner waren wir dann in Sterzing. Mit knapp 7.000 Einwohnern ist Sterzing nur unwesentlich größer als unser Heimatdorf Lipperreihe. Trotzdem ist es ein wahres Juwel unter den Alpenstädten. Sterzing beeindruckt mit seiner gut erhaltenen Altstadt, die von mittelalterlichen Gebäuden und bunten Fassaden geprägt ist. Der Zwölferturm ist das Wahrzeichen und Zentrum der Stadt. 

Zwölferturm in Sterzing
Blick auf den Zwölferturm in Sterzing

Ein Bummel durch die Einkaufsgasse (nicht Gassen!) und über den Stadtplatz, vorbei an traditionellen Geschäften, Restaurants und Cafés ist ein absolutes Muss.

Ansonsten ist Sterzing bekannt für seine traditionellen Feste und Märkte, u. a. dem Bauernmarkt.

Schild Ankündigung Bauernmarkt
Der Bauernmarkt in Sterzing, jeden Freitag von 9 bis 13 Uhr

Aber auch der jährliche Weihnachtsmarkt zählt wohl zu den schönsten in Südtirol. Im Sommer finden verschiedene Kultur- und Musikfestivals statt, die das lebendige Flair der Stadt unterstreichen.

Fazit: Warum Bozen und Sterzing?

Bozen und Sterzing bieten eine wunderbare Mischung aus Kultur, Natur und Kulinarik, die dem Tegernseer Tal in nichts nachsteht. Beide Städte haben ihren eigenen Charme und laden dazu ein, entdeckt zu werden. Ob beim Schlendern durch historische Gassen, dem Erkunden der Bergwelt oder einfach nur entspannen, hier findet man alles, was das Herz begeht. Statt den bekannten Pfaden im Tegernseer Tal zu folgen, lohnt sich ein Abstecher nach Südtirol allemal, um sich von der Schönheit der alpennahen Perlen überraschen zu lassen.

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