
Vom Yurt Café bis ins bunte Old Ship
Der dritte Tag begann entspannt im Yurt Café in Limehouse, ca. 5 Minuten Fußweg von unserer Unterkunft entfernt. Zwischen Holztischen, Pflanzen und Zeltatmosphäre starteten wir bei Kaffee und veganem Avocadobrot in den Tag, bevor wir mit dem roten Doppeldeckerbus Richtung Zentrum aufbrachen.
Tower of London und ein Spaziergang entlang der Themse
Unser erster Stopp war erneut der Tower of London, diesmal nur als Ausgangspunkt und nicht als Endpunkt, für einen Spaziergang entlang der Themse. Vorbei an den markanten Fassaden, zahlreichen Imbissständen und den ersten Touristenströmen liefen wir flussaufwärts in Richtung London Eye. Die Aussicht wechselte ständig zwischen alt und neu – von Brücken und Backsteinbauten bis zu den gläsernen Linien der Skyline (Galerie ansehen).
Westminster, Big Ben und königliche Adressen
Nachdem wir die Brücke vom London Eye überquert hatten, standen wir direkt vor einem der berühmtesten Wahrzeichen Londons: Big Ben oder Elizabeth Tower, wie er eigentlich heißt. Hier hätte jeder Blickwinkel als Postkartenmotiv durchgehen können. Nur wenige Schritte weiter erhebt sich die beeindruckende Westminster Abbey – ein gotisches Meisterwerk und Schauplatz großer Momente der britischen Geschichte: Krönungen, königliche Hochzeiten und Staatsbegräbnisse.


Von dort führte uns der Weg weiter zum Buckingham Palace. Vorbei an schmiedeeisernen Gittern erreichten wir den Platz vor dem Palast – die offizielle Residenz des Königs. Die vergoldeten Embleme, die Wappen und die langen Fassaden verleihen dem Gebäude eine ganz eigene Mischung aus Pracht und Vertrautheit, denn man glaubt, all das schon aus Filmen, Nachrichten und Serien zu kennen. Zur täglichen Wachablösung kamen wir leider zu spät.
Anschließend spazierten wir über die breite Allee in den St. Jame’s Park, an dessen Ende wir die Horse Guards, die berittenen Wachen mit dem strengen Blick, erreichten.
Erst danach legten wir unsere wohlverdiente Pause in einem Pub ein – ein Pint, eine kurze Erholung und der beste Beweis, dass man sich Sightseeing verdienen kann. Von dort war es dann nur noch ein Steinwurf zum Trafalgar Square.
Trafalgar Square & Paddington auf Entdeckungsreise
Vom Trafalgar Square – mit Löwen und Blick auf die National Gallery – fuhren wir mit der Tube nach Paddington. Im Bahnhof fanden wir ihn natürlich: den berühmten Paddington-Bären auf seinem Koffer (Galerie ansehen).
Ein kleiner Wasserlauf entführte uns dann in ein ganz anderes London: Vorbei an der eleganten Fächerbrücke erreichten wir das Viertel Little Venice. Hausboote, ruhiges Wasser, Brücken und Spazierwege – ein schöner Kontrast zum Trubel des Zentrums.




Piccadilly Circus, Filmfiguren und Fußballstimmung
Zurück im Herzen der Stadt landeten wir wieder am Picadilly Circus – und direkt in einer Gruppe Fußballfans von Olympiakos Piräus, die am Abend in der Champions League gegen Arsenal spielten. Die Stimmung war laut, aber fröhlich und friedlich.
Wir zogen weiter zum Leicester Square – dem Zentrum der britischen Filmindustrie – auf der Suche nach den dort versteckten Filmfiguren: von Mr. Bean bis Harry Potter.
Abendessen bei Burger & Lobster
Das Abendessen führte uns an den Rand von Chinatown zu Burger & Lobster. Ein Ort, der hält, was der Name verspricht: Hummer, Burger, buttergetränkte Briochebrötchen und ein Menü, das simpel klingt, aber verdammt lecker schmeckt. Nach einem langen Tag die perfekte Mischung aus deftig und fein.





Pubkultur mit Farbe: The Old Ship
Zum Abschluss des Tages folgten wir der Empfehlung unserer Vermieterinnen und kehrten im Pub The Old Ship ein. Der Pub engagiert sich aktiv für die LGBTQ-Szene und bricht mit vielen typischen Pubklischees:
- Bunte Einrichtung statt dunklem Holz
- Verspielte Deko statt historischer Schwere
- Offene Atmosphäre ohne Zurückhaltung

An diesem Abend fand zudem ein Pub Quiz statt, das wir am Rande mitverfolgten – die Energie war ansteckend, aber nach 24.000 Schritten entschieden wir uns für das Wesentliche: ein paar wohlverdiente Feierabendbiere.
Mit müden Beinen, aber voller Eindrücke endete ein weiterer Tag, der London wieder von einer ganz anderen Seite gezeigt hat.
Stonehenge wir kommen
Nach diesem vollen und vielseitigen Tag fielen wir zufrieden ins Bett – mit dem Gefühl, in nur drei Tagen ein halbes London erkundet zu haben. Doch statt auszuschlafen, wartete schon das nächste Kapitel unserer Reise:
Am folgenden Morgen packten wir unsere Sachen, denn es ging mit dem Zug weiter Richtung Salisbury. Von dort stand ein weiteres Highlight auf dem Programm – ein Ausflug zu den mystischen Steinkreisen von Stonehenge. Nach dem urbanen Trubel Londons freuten wir uns auf Landschaft, Geschichte und ein Stück uralte Magie. Stay tuned!
Die wichtigsten Informationen im Überblick:
- Yurt Café, 2 Butcher Row, London, E14 8DS, Link zur Website
- Burger & Lobster, 10 Wardour Street, London, W1D 6QF, Link zur Website
- The Old Ship, 17 Barnes Street, London E14 7NW, Link zur Website











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