
Sorry, dass wir Euch gestern nicht mit einem Update unserer Reise versorgen konnten, aber es blieb am Abend keine Zeit für einen Bericht. Das soll heute nachgeholt werden.
Mittlerweile haben wir Island wieder verlassen und befinden uns auf dem Heimweg. Den Abend verbringen wir in der Laterna Magica und stellen beim Studium unserer Facebookprofile fest, dass einige aus der Gruppe doch tatsächlich Polarlichter fotografiert haben. Ungläubig lassen wir die Blicke durch die Panoramafenster schweifen und sehen – NIX. Durch einen erfahrenen Skuaristen lernen wir, dass Polarlichter mit dem bloßen Auge nur als weißer Schweif am Himmel erkennbar sind. Erst die Kameras bringen mit den richtigen Einstellungen die faszinierenden Bilder zutage. Unsere Handys liefern leider keine zufriedenstellenden Ergebnisse, die hier zeigbar wären.
Die Nacht war unruhig, denn es war deutlich mehr Bewegung im Wasser, was das Schiff über die Wellen rollen ließ. Im Bett hatte man das vergleichbare Gefühl eines Wäschestücks im Schonwaschgang der Waschmaschine. Unsere Mägen scheinen sich mittlerweile an die ungewohnten Bewegungen gewöhnt zu haben, jedenfalls haben wir auch nach dieser Nacht keine Ausfallerscheinungen zu verzeichnen und erfreuen uns weiterhin bester Gesundheit.
Den Tag verbringen wir zu einem großen Teil an Deck und es gibt endlich die ersten Wale zu sehen.



Der Wettergott meint es gut mit uns, die Sonne scheint, der Wind weht kalt und auch ein kurzzeitiger Regenschauer, der sich als Scheibenwaschanlage der Brücke rausstellt, kann uns nicht vom Deck vertreiben.
Gegen Mittag kommen die ersten Inseln der Färöer in Sichtweite, das Panorama wird nach und nach immer klarer und die grünen, von Wasserfällen durchkämmten Hänge erinnern an die Bergwelt Hawaiis, nur dass es bei uns in dem Moment natürlich deutlich kälter ist. Das Sonnenlicht sorgt wieder einmal für spektakuläre Eindrücke. Seht selbst!




Pünktlich um 16 Uhr erreichen wir den Hafen von Tórshavn auf den Färöer Inseln und haben 3 Stunden zur persönlichen Verweilzeit an Land. Zuerst besuchen wir eine Hotdog-Bude, die angeblich sehr bekannt sein soll. Der Hotdog ist auf jeden Fall lecker und der kalte Rotkohl als Topping ist für uns kulinarisches Neuland. Vielleicht wäre der in heiß noch die Kirsche auf der Sahnetorte gewesen, aber wir halten dem Verkäufer zu gute, dass wir völlig überraschend in größerer Menge in seinem Laden aufschlugen.
So gestärkt gehen wir in eine 100 Jahre alte Buchhandlung, die ganz nebenbei auch Schreibwaren, Spielzeug und sonstigen Tüddelkram für Touristen verkauft. Im ebenfalls dazugehörigen Café trinken wir eine heiße Schokolade und beenden unseren Streifzug im abendlichen Tórshavn dann wieder mit der Rückkehr auf die Norröna.





Jetzt heißt es noch einen Seetag und eine Nacht überstehen. Die Wetterprognose verspricht einen kräftigen Sturm aus Richtung Westen, aber der Kapitän versucht vorher wieder in Hirtshals zu sein. Mal abwarten, vielleicht kriegen wir dieses letzte Abenteuer unserer Reise auch noch geboten.
Das Schiff ist mittlerweile zur Hälfte gefüllt und es ist zum Teil ein befremdliches Gefühl, wieder so vielen Menschen zu begegnen. Der Alkohol ist im Gegensatz zum skandinavischen Festland wohl recht günstig, so dass man bei einigen der Mitreisenden den unsicheren Gang nicht immer auf die Wellen schieben kann.
Unser heutiges Highlight ist ein Besuch auf der Brücke. Wir werden in 3 Gruppen à 20 Leute aufgeteilt und dürfen dem 1. Offizier ein wenig über die Schulter schauen. Tagsüber ist nur ein Sicherheitsoffizier auf der Brücke, da die meiste Zeit der Autopilot die Kontrolle übernimmt.





Morgen früh werden wir dann wohl pünktlich Hirtshals erreichen und die Weiterfahrt mit dem Bus nach Hollenstedt antreten. Wenn alles klappt sind wir dann hoffentlich gegen 22 Uhr wieder im Heimathafen Oerlinghausen.
Wenn Euch unser kleines Tagebuch gefällt, würden wir uns über einen Kommentar von Euch freuen. Schreibt uns gerne Kritik, was wir für zukünftige Artikel verändern oder verbessern können. Wir stehen mit unserem Blog ganz am Anfang und müssen uns auch erstmal reinfuchsen. Aber es macht Spaß und zukünftiger Content wird sicher folgen. Auf alle Fälle gibt es noch zusätzliche Fotos, die wir noch hochladen werden. Es lohnt sich also, ab und zu noch einen Blick reinzuwerfen.
Jetzt ist eigentlich der Zeitpunkt gekommen, an dem der Traumschiff-Kapitän zum Abschluss einer jeden Reise seine emotionale Rede an die Passagiere richtet. Zum Einen sind wir aber keine Kapitäne, zum Anderen wollen wir Euch nicht unnötig quälen. Wir möchten uns zum Ende nur ganz herzlich bei der Ankerherz-Crew für die super Organisation bedanken. Es war ein unvergessliches Erlebnis und wird uns lange in Erinnerung bleiben. Wir können jetzt nachvollziehen, was das besondere an den Skua-Touren ist, und warum es so viele Wiederholungstäter gibt. Macht weiter so, wir sind irgendwann auch gerne wieder mit an Bord! Die M&M’s.
